Am 05.11.2023 wurde die gesamte Anlage in sechs seemäßig verpackten Kisten in die USA verschifft und Anfang Dezember beim Kunden angeliefert.

Im Januar erfolgte der Aufbau vor Ort.

Mitte Februar wurde die Anlage nun final in Betrieb genommen.

Auf der Anlage wird nasser Klärschlamm getrocknet, pelletiert und pyrolysiert. Das Abgas der Pyrolysegasverbrennung speist den Trockner mit der notwendigen thermischen Energie. In der Anlage werden 5000t nasser Klärschlamm zu 764t Biokohle verarbeitet. Dabei werden 555t CO₂ gespeichert. Ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz.

Landwirtschaftlicher Zusammenhang mit Klärschlamm in Freeport (Illinois)

Die Region im Norden von Illinois ist stark landwirtschaftlich geprägt. Typisch sind großflächige Betriebe mit Mais- und Sojaanbau sowie Viehhaltung im weiteren Umfeld. Dadurch entsteht ein enger Bezug zwischen kommunaler Abwasserwirtschaft und Landwirtschaft – vor allem über Nährstoffkreisläufe und Bodenbewirtschaftung.

1. Nutzung von Klärschlamm in der Landwirtschaft

In vielen ländlichen Regionen von Illinois wird behandelter Klärschlamm (biosolids) – sofern er die gesetzlichen Grenzwerte erfüllt – teilweise als Düngemittel eingesetzt. Ziel ist es:

Das ist in den USA grundsätzlich erlaubt, unterliegt aber strengen Vorgaben der US EPA sowie der Illinois EPA.

2. Herausforderungen in der Praxis

Auch im Raum Freeport gibt es typische Einschränkungen:

Dadurch wird Klärschlamm nicht immer landwirtschaftlich genutzt, sondern oft auch weiter behandelt oder entsorgt.

3. Verbindung zur modernen Schlammbehandlung

Für landwirtschaftliche Regionen wie rund um Freeport ist die Entwicklung hin zu:

besonders relevant. Denn je trockener und stabiler das Material ist, desto einfacher wird entweder die landwirtschaftliche Verwertung oder eine alternative energetische Nutzung.

Die Region Freeport steht damit exemplarisch für viele landwirtschaftlich geprägte Gebiete im Mittleren Westen der USA:
Klärschlamm ist nicht nur Abfallprodukt der Abwasserbehandlung, sondern potenziell auch ein landwirtschaftlicher Sekundärrohstoff – allerdings unter streng regulierten Bedingungen und mit zunehmendem Fokus auf technische Aufbereitung und Volumenreduktion.