
Nachhaltige Klärschlammverwertung und PFAS-Reduktion
Auf dem Gelände eines ehemaligen Bergbauunternehmens entsteht in den USA eine der ersten PyroDry®5000-Anlagen zur industriellen Klärschlammverwertung. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Umwelttechnik und moderner Kreislaufwirtschaft.
Seit über 20 Jahren entsorgt ein regionaler landwirtschaftlicher Betrieb Klärschlamm aus umliegenden Städten und nutzt diesen zur Düngung seiner Flächen. Aufgrund zunehmender Umweltbelastungen – insbesondere durch Schadstoffe wie PFAS („Forever Chemicals“) – wurde gemeinsam mit den Kommunen ein neues, zukunftsorientiertes Entsorgungskonzept entwickelt.
Insgesamt sollen künftig rund 20.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr in drei PyroDry®5000-Anlagen der Jumbo Group Smart Dry GmbH verarbeitet werden. Ziel ist die thermische Umwandlung in hochwertige Biokohle sowie die sichere Reduktion problematischer Stoffe.
Ein besonderer Fokus liegt auf PFAS, die sich weltweit im Klärschlamm anreichern und nur schwer abbaubar sind. Im Pyrolyseprozess unter Sauerstoffausschluss können diese Verbindungen im Gegensatz zur klassischen Verbrennung weitgehend zerstört werden. Gleichzeitig werden jährlich rund 3.500 Tonnen CO₂ in Form stabilen Kohlenstoffs langfristig gebunden.
Das Projekt setzt damit neue Maßstäbe in der nachhaltigen Abwasser- und Klärschlammbehandlung in den USA und stößt bereits auf starkes überregionales Interesse. Die Lieferung der ersten von insgesamt drei Anlagen erfolgt noch im Jahr 2023 und markiert den Start einer neuen Generation industrieller Umwelttechnologie.